Hemmelsdorf. Ein schickes Gerätehaus, ein Boot, ein Mehrzweckfahrzeug (MFZ) und ein Hygiene-Anhänger – die Feuerwehr Hemmelsdorf ist gut ausgestattet und jetzt noch besser gerüstet: Einsatzkräfte, Vertreter der Gemeinde Timmendorfer Strand und zahlreiche Gäste haben das neue Löschgruppenfahrzeug LF10 der Wehr gefeiert.
Grün bekränzt und in den Landesfarben dekoriert, mit Musik und von Kunstnebel umwabert rollt das neue Prachtstück bei bestem Wetter vors Feuerwehrhaus an der Seestraße. Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke lobte die 334.000 Euro teure Neuanschaffung als das „vermutlich schönste Fahrzeug in Hemmelsdorf seit Einführung des Treckers“. Vier Jahre habe der Beschaffungsprozess gedauert, hob der Bürgermeister hervor.
Das neue LF10 dient ab sofort den 22 aktiven Mitgliedern und den vier Zweitmitgliedern der Wehr. Deren Vorgängerfahrzeug wäre 2026 genau 30 Jahre alt geworden – umso größer ist die Freude der Kameradinnen und Kameraden über den hochwertigen Nachfolger.
Ortswehrführer Hendrik Wenske dankte allen Verantwortlichen für diese Investition. „Das LF10 trägt entscheidend zur Sicherheit der Bevölkerung bei“, befand Kreiswehrführer Michael Hasselmann. „Ihr habt es verdient“, sagte Gemeindewehrführer Thomas Scharbau den Hemmelsdorfern.
Die erhielten zudem – ebenso wie ihr neues Fahrzeug – gleich zweifachen Segen: von Lars Lemke, Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Timmendorfer Strand, und von Diakon Gernot Wüst, katholischer Polizeiseelsorger in Hamburg. Letztgenannter geizte nicht mit Weihwasser, sondern besprengte die Einsatzkräfte sowie das LF10 großzügig.
In Hemmelsdorf angekommen ist das neue Fahrzeug im Februar dieses Jahres. Es steht im Gerätehaus an der Seestraße, das die Einsatzkräfte im Sommer 2020 bezogen haben und dessen Bau 2,5 Millionen Euro gekostet hat. 2020 bekam die Feuerwehr auch ein neues Schlauchboot für Einsätze auf dem Hemmelsdorfer See und auf der Ostsee, 2023 gesellte sich das neue MZF hinzu.
Bei der Hemmelsdorfer Feuerwehr steht zudem der Hygiene-Anhänger der Feuerwehren der Gemeinde. Dieses knapp 90.000 Euro teure Hilfsmittel soll Schutz vor Feuerkrebs bieten. Die Kleidung von Feuerwehrleuten ist nach Einsätzen oft mit krebserregenden Stoffen kontaminiert und kann im Anhänger in mehreren Kammern und mit moderner Hygienetechnik gereinigt werden.